Der definitive Durchbruch von Social Media
Der Januar 2010 wird in die Geschichte eingehen als der Monat, in dem Social Media der definitive Durchbruch gelungen ist. Noch nie waren die Medien so voller Artikel über Facebook, Twitter, Blogs und Co., noch nie wuchsen die Plattformen so rasch, und wer selbst einen oder mehrere Benutzerkonten bei den verschiedenen Diensten hat, erhält täglich Freundschaftsvorschläge für Bekannte, die bis vor einem Jahr noch nicht mal mailen konnten. Dachte man wenigstens.
Einige der Meldungen, die mich bezüglich Social Media besonder gefreut haben, hier in der Übersicht:
Social Media im Personalbereich
Aufruf von PR-Professional an Unternehmen, doch auch die Personalfachleute ins Web 2.0 zu schicken und die Mitarbeiter entsprechend zu schulen (Zitat):
"Dabei ist eine „Social Media Governance“ wichtig, also klar definierte Richtlinien für die Mitarbeiter im Umgang mit dem Internet und im speziellen mit Social Media. Dies kann auch dabei helfen, die Mitarbeiter für ihre Rolle als „Markenbotschafter“ des Unternehmens zu sensibilisieren."
Danke, dass das wieder einmal deutsch und deutlich geschrieben wurde. Denn wenn ich beispielsweise Bekannte in Facebook beobachte, die täglich mehrere Stunden online sind, während sie eigentlich vom Arbeitgeber Lohn beziehen, im Profil gleich noch nach einer neuen Stelle suchen und bereits am Donnerstag posten, dass endlich, endlich bald Wochenende sei und sie es kaum erwarten können, dass wenigstens zwei Tage lang das richtige Leben stattfinde, dann wird mir schlecht. Was für ein Image für den Arbeitgeber, was für ein Image für den Arbeitnehmer...
PRofessor: Web 2.0 und Social Media: Anarchie in der Personalkommunikation
Social Media-Knigge: Wie geht man mit Facebook und Co. am Arbeitsplatz um? (Eigenwerbung für Schulung)
Nun sollen auch die Priester bloggen. "Papst Benedikt XVI. ruft zum Gebrauch der Social Media auf", diese Meldung ging die letzten zwei Tage um die ganze Welt. Tatsächlich eignet sich das stark emotional belegte Thema Kirche sicher gut für Twitter, Blogs und Chats. Möglich wären beispielsweise:
- Tägliche Bibelzitate via Twitter und Mobile
- Seelsorge für im Internet gemobbte Teenager
- Mitschnitte von Predigten via Youtube
- Inputs der Kirchgemeindemitglieder via Twitter an den Pfarrer bezüglich Predigtthemen
- Diskussionen über Gott und die Welt
Eher suboptimal wären hingegen:
- Beichte und Absolution im Facebook-Chat
- Abwesenheitslisten nach der Sonntagsmesse im Blog
- Beichtmitschnitte bei Youtube
Weitere dos and don'ts in den Kommentaren jederzeit willkommen ;-)
So twittert und preiset den Herrn, "Papst Benedikt XVI. ruft Priester zur Internetnutzung auf" bei Focus Online.
Mehr als die Hälfte aller Google-News-Leser folgt dem Link zur Originalquelle! Diese Erkenntnis hat mich angesicht der extremen Informationsflut im Web und meinem eigenen Leseverhalten doch sehr überrascht. Eigentlich brachte persoenlich.com diese Meldung ja, um die Verleger im Streit mit Google-News mit dem Argument zu unterstützen, dass eben fast die Hälfte der Lesenden sich mit dem Kurztext begnügt. Aber die eigentliche Sensation ist wirklich, wie viele dann tatsächlich auf der Website landen.
persoenlich.com: Leser meiden Originalquellen von News - Nur die Hälfte der User verfolgt Nachrichten bei Urhebern.
Und für Unternehmer zeigt die Meldung das ungeheure Potenzial der Newsverbreitung via RSS-Feed zu Google-News deutlich!
Ebenfalls von persoenlich.com stammt diese Meldung: Schweizer Facebook-Community zählt 1,8 Millionen User
WOW. Gehören Sie dazu, werter Leser, geschätzte Leserin? Dann nix wie los auf die Facebook-Seite von PEP und Fan werden ;-)
Danke!
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