Der Absatz: Bündeln, was zusammengehört
Nicht nur Zwischentitel können einen längeren Text optisch und inhaltlich gliedern. Auch das Unterteilen mittels Absätzen (oder Abschnitten) ist ein wichtiges Gliederungsmittel. Unser Auge reagiert ganz anders auf eine vollgeschriebene A4-Seite als auf denselben Text, der mittels Abschnitten in kleinere Einheiten aufgebrochen ist.
Die Absätze sollen aber nicht zufällig oder allein aufgrund optischer Kriterien entstehen: Wichtig ist, Zusammengehörendes zu bündeln und neue Gedankengänge in einem neuen Absatz aufzugreifen.
Die inhaltliche und optische Gliederung ergänzen sich
Die Absätze sind ausserdem klar voneinander zu trennen: Mindestens eine halbe Zeilenhöhe sollte der leere Platz ausmachen, damit das Auge die Trennung klar erkennt. Und um das Auge resp. das Hirn nicht unnötig zu irritieren, sollten die Abstände zwischen den Abschnitten immer gleich gross sein.
Ein solcherart gebündelter Text erhält durch die Zwischentitel den letzten Schliff: Ungefähr alle zwei bis vier Abschnittesollte ein Zwischentitel als weiteres Gestaltungselement gesetzt werden. Da ein Zwischentitel inhaltlich mit dem Folgeabschnitt zusammenhängt, jedoch kaum mit dem vorangehenden, ist der Abstand vor dem Zwischentitel erkennbar grösser zu gestalten als jener danach. Idealerweise ist zudem der Abstand nach dem Zwischentitel nicht kleiner als der Abstand zwischen zwei Abschnitten.
Ein gut formulierter Text verdient ein unterstützendes Layout
Derart gestaltet, erkennt das Auge resp. das Hirn des/der Lesendensofort, was zusammengehört, und hat zahlreiche Möglichkeiten, eineabgebrochene Lektüre weiter unten im Text wieder aufzunehmen.
© Myriam Holzner
Kürze&Würze GmbH
www.kuerzeundwuerze.ch
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