p&e-Blog als App

Ringen um Objektivität ist die grösste Herausforderung

Rudolf Burger, 1950, stv. Chefredaktor, «Der Bund».
 
Weshalb wurden Sie Journalist/-in?
Interesse an Zeitgeschehen, Arbeit in der Öffentlichkeit.
 
Wie sind Sie in den Journalismus eingestiegen?
Als Auslandredaktor Radio DRS.
 
Was lieben Sie am meisten an Ihrem Beruf?
Es wird einem nicht langweilig. Konfrontation mit Unbekanntem, wenig Routine.
 
Welches ist die grösste Herausforderung im Journalismus?
Der Versuch, über der Sache zu stehen, oder anders gesagt, auch wenn das viele Journalisten nicht mehr mögen: Das Ringen um Objektivität.
 
Mit welchen Strategien behalten Sie in Ihrem hektischen Alltag den Überblick?
Mit dem Motto: First things first.
 
Über welches Thema würden Sie nie schreiben?
Ballettabend, zeitgenössische Musik.
 
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren beruflich?
In Rente.
 
Was empfehlen Sie Interessierten, die in den Journalismus einsteigen wollen?
Auf keinen Fall Medien- und Kommunikationswissenschaft studieren, sondern ein Fachstudium. Versuchen, in einem Gebiet zum Experten zu werden.
 
Welche Talente sollte der journalistische Nachwuchs mitbringen?
Schnell und gut schreiben, offen für alles.
 
Was empfehlen Sie KMU, die sich Medienpräsenz wünschen?
Kurze und witzige Pressemitteilungen, aber das auch nur, wenn es wirklich etwas zu berichten gibt.
 
Das peinlichste Fettnäpfchen für KMU, die mit Medienschaffenden Kontakt aufnehmen?
Wenn sie darauf hinweisen, dass sie schon 100 Jahre Abonnenten der Zeitung sind.