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Social Media für die Produkteentwicklung nutzen (Crowdsourcing)

Web 2.0 ist den meisten als privater Zeitvertrieb im Internet bekannt. Doch immer häufiger kommen Facebook, Twitter und Co. auch in der Berufswelt zum Einsatz. Vor allem im Bereich Produkteentwicklung bewähren sich die sozialen Medien sehr gut. So gut, dass dafür der Begriff Crowdsourcing eingeführt wurde. Bereits werden ganze Automodelle von Netzgemeinschaften entwickelt.

Früher hatten es Produkteentwickler schwerer. Sie mussten Umfragen und Abklärungen in Auftrag geben, welche ihnen die Kundenbedürfnisse aufzeigen sollten. Dann entwickelten sie ein Produkt, das sie anschliessend von darauf spezialisierten Firmen testen liessen. Doch allzu oft reagierten die Kunden nicht wie vorausgesagt, hatte ein Produkt nicht den durch die Testphase erwarteten Erfolg oder erwies sich als unverkäuflicher Ladenhüter.

Tausende Menschen erreichen

Dank den sozialen Medien hat in der Produkteentwicklung ein neues Zeitalter begonnen. Tausende, Millionen Menschen sind auf wenigen Online-Plattformen versammelt. Sie können nicht nur einfach über diese erreicht werden, sondern sind mehrheitlich auch bereit, aktiv mit Unternehmen zusammenzuarbeiten. Vorausgesetzt, ihnen liegt etwas an den Produkten, die dieses Unternehmen verkauft.

Am allerliebsten mag der moderne Kunde, die heutige Kundin, wenn sie von Unternehmen zur aktiven Zusammenarbeit aufgefordert werden. Beispielsweise, in dem sie ihre Wünsche und Bedürfnisse bereits in der Entwicklungsphase eines Produktes einbringen können. So lässt Audi das Auto der Zukunft von der Audi-Gemeinschaft auf Facebook entwerfen und stösst damit auf viel Interesse seitens der Kunden, von potenziellen Neukunden und sogar seitens der Medien, welche diese Aktion als äusserst lobenswert weiterempfehlen.

Die Weisheit vieler

Es liegt auf der Hand, wenn Hunderte oder gar Tausende ein Produkt kaufen und es benutzen, dann sind ihre Erfahrungen damit Gold wert. Dank sozialen Medien sind diese Erfahrungen nun frei zugänglich und ohne nennenswerte Kosten zusammentragbar. Ebenso klar ist, wenn Hunderte oder gar Tausende ihre Wünsche zum Produkt der Zukunft anmelden, dann können niemals alle Wünsche wirklich erfüllt werden. Es ist aber für den Einzelnen einfacher zu akzeptieren, dass sein persönlicher Wunsch von einer grossen Mehrheit überstimmt wurde, als anzunehmen, dass das Unternehmen seinem Wunsch aus unbekannten Gründen nicht nachkommen kann. Oder will.

Kundenbindung vor dem Kauf

Hat ein Kunde sein Lieblingsprodukt weiterentwickelt, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit das neue Modell kaufen, sobald es erhältlich ist. Ebenso die Interessentin, die über einen Bekannten auf die Aktion der Produkteentwicklung aufmerksam geworden ist und anschliessend mitgemacht hat. Mit Produkteentwicklung in sozialen Medien erreicht man eine Kundenbindung, noch bevor es zum Kauf kommt. Und man erreicht die Weiterempfehlung des Produkts, noch bevor es die Marktreife erlangt hat. Wenn Sie Ihre Kunden zur Mitarbeit auffordern, diese erleichtern und hochaktive Kunden sogar belohnen, wird die Produkteentwicklung zukünftig zur ersten Phase der Produktepromotion in Ihrem Marketingmix.

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