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In zehn Jahren schreibe ich hoffentlich immer noch

Marco Zysset, 1978, Redaktor beim «Thuner Tagblatt».
 
 
Weshalb wurden Sie Journalist/-in?
Weil reden, zuhören, fragen und schreiben meine Passionen sind.
 
Wie sind Sie in den Journalismus eingestiegen?
Mit einer eigenen Zeitschrift, gestartet im Alter von 14. Dannach freier Mitarbeiter beim "Thuner Tagblatt", inkl. Praktikum nach der Matura. Nach der RS VJ bei Telebärn, Aufstieg bis zum stv. Nachrichtenleiter. Nach 3,5 Jahren als Redaktor zurück zum TT.
 
Was lieben Sie am meisten an Ihrem Beruf?
Den Kontakt mit Menschen.
 
Welches ist die grösste Herausforderung im Journalismus?
Unabhängig zu bleiben.
 
Mit welchen Strategien behalten Sie in Ihrem hektischen Alltag den Überblick?
Strategien? Diese Frage stelle ich mir selber immer mal wieder. Aber es funktioniert? 
 
Wie kommen Sie zu guten Geschichten?
Durch persönliche Kontakte ? oder ständiges Recherchieren und nicht locker lassen bei gewissen Themen.
 
Über welches Thema würden Sie nie schreiben?
Die Frage müsste für mich lauten: Wie würden Sie nie über ein Thema schreiben? 
 
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren beruflich?
Hoffentlich immer noch schreiben. Worüber sei hier offen gelassen.
 
Was empfehlen Sie Interessierten, die in den Journalismus einsteigen wollen?
Viele Wege führen nach Rom ? eigentlich alle. Wichtig ist der Bezug zur Praxis. Den Umgang mit Menschen und in hektischen Situationen cool zu bleiben, kann keine Schule lehren.
 
Welche Talente sollte der journalistische Nachwuchs mitbringen?
Eigenständigkeit, Disziplin und eine gewisse Verbissenheit. Und vielleicht Idealismus.
 
Was empfehlen Sie KMU, die sich Medienpräsenz wünschen?
Zum Beispiel, das Impressum ihrer Lokalzeitung zu studieren, dort anzurufen und den zuständigen Redaktor verlangen. Der persönliche Kontakt ist meiner Meinung nach immer noch die beste Möglichkeit, einen Platz in einem Medium zu ergattern.
 
Das peinlichste Fettnäpfchen für KMU, die mit Medienschaffenden Kontakt aufnehmen?
Zu glauben, Ihre Firma sei die einzige dieser Art? Meistens gibt es gleich mehrere ähnliche Firmen.