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Hugelshofers Blickwinkel - Swissair und kein Ende

Unternehmensentwickler Kurt Hugelshoferschreibt seine Blickwinkel zum Schweizer Wirtschaftsgeschehen exklusiv für den Newsletter mit PEP.
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Swissair und kein Ende

Kürzlich war im Tagesgespräch auf Radio DRS zu hören, wie und warum die Verantwortlichen des SAir-Debakels zur Rechenschaft gezogen werden. Ein informativer und an korrekter Sachlichkeit nicht zu überbietender Dialog.
 
Wachsdumm war die überhebliche, jenseits aller Realitäten liegende Strategie, um die international renommierteste Airline Swissair zu vernichten. Mit dem neuen Namen SAir hat man ihr zunächst den nationalen Charakter entzogen, sie quasi globalisiert, obwohl sie das, wie tausende anderer Unternehmen<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

der Schweiz seit Jahrzehnten bereits praktizierte. Dann folgten Crash und Katzenjammer mit Milliarden Steuergelder zur vermeintlichen Rettung, mit einem vetternwirtschaftsmässig ernannten Sportflieger als neuem Chef aus dem Clan von Rainer E. Gut. Schliesslich der Verkauf. Bald gelange man in die schwarzen Zahlen, heisst es jetzt.

 

Wollte man in diesem Tagesgespräch den Volkszorn nicht mehr schüren und die gesamten Milliardenverluste nicht mehr nennen? Welchen Verlust in Franken hat die Schweiz an Image erlitten? Wieviele anständige Bürger, Firmen und Institutionen haben mit ihren Aktien-und Obligationenengagements wieviele Franken verloren? Wieviele Leute mussten beim Grounding doppelt bezahlen und wieviele Geschäftsleute haben zu welchen Werten Geschäfte nicht abschliessen können? Und wie hoch sind die Leerlauf-Folgekosten von schlechtem Management, Pilotenauseinandersetzungen usw?

 

Zur Strafe sollten die Verantwortlichen und Verwaltungsräte von damals diese Summen mindestens eigenständig und mühsam zusammenrechnen und veröffentlichen müssen.  Aufarbeiten könnte man sagen. Und vielleicht sollten die Verwaltungsräte in Zukunft Verantwortungsräte heissen. Denn mit Verwaltung wird kein Franken Wert vom Markt her generiert und die Menschen verkommen zu teuren Robotern, die, voll automatisiert viel billiger zu haben wären.

 
Ihr Kurt Hugelshofer