Der Mitarbeiter als Marketing-Tool
Noch vor einigen Jahren war es üblich, dass von den Mitarbeitern eines Unternehmens höchstens die Geschäfts-Telefonnummer und die Geschäfts-E-Mailadresse auf der Firmenwebseite zu finden war. Mit der Zeit kam dann noch ein freundlich lächelndes Portraitfoto dazu. Dies war aber erst der Anfang einer Entwicklung.
Heute, im Zeitalter von Social Media, in dem die Präsenz eines Unternehmens im Internet immer wichtiger und umfangreicher wird, ist es nur noch schwer möglich stets aktuell zu bleiben, ohne engagierte Mitarbeiter. Sie unterhalten die Firmenseiten auf Facebook, Twitter und seit letzter Woche auch Google+ und zeigen sich auf der firmeneigenen Webseite. Einige Unternehmen ernennen in ihrem Team sogar eine Person zum Markenbotschafter. (Einen ausführlichen Artikel darüber findet man auf pr-blogger.de) Ihre Aufgaben sind ähnlich denen eines Mediensprechers. Sie nehmen öffentlich für die Firma Stellung und es ist kaum mehr möglich zwischen der Privatperson und der Unternehmensfunktion zu unterscheiden.
Einige Positionen in einem Unternehmen kommen ganz ohne Öffentlichkeitsarbeit gar nicht mehr aus. Marketing und Vertrieb pflegen den Kundenkontakt, welcher immer häufiger im Web stattfindet, die PR beschäftigt sich mit Influencern und der Chef muss sich der öffentlichen Meinung stellen. Warum sollte es dann so abwegig sein, dass auch die anderen Mitarbeiter ihre Loyalität auf die Online-Welt ausweiten? Schliesslich erzählt man ja auch offline gern von seiner Tätigkeit. Was privat bleibt und was veröffentlicht wird, das entscheidet man als Person immer noch selbst und nicht die Firma.
Ganz ablehnen sollte man jedoch den Online-Auftritt nicht. Diese negative Haltung könnte die beruflichen Chancen verringern. Denn eine gute Online-Reputation spielt inzwischen eine wichtige Rolle bei der Wahl des Arbeitnehmers – und sogar des Arbeitsgebers.
- Neuen Kommentar schreiben
-

- Seite drucken
- 621 Mal aufgerufen
- Per E-Mail versenden
