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Die Vielseitigkeit liebe ich am meisten an meinem Beruf

Monika Frischknecht, 1961, ist stellvertretende Chefredaktorin/Produzentin beim «Solothurner Tagblatt», http://www.espace.ch/, monika.frischknecht@ solothurnertagblatt.ch
 
 
Weshalb wurden Sie Journalist/-in?
Ich las im ?neu geborenen? Solothurner Tagblatt, dass Leute gesucht seien, die gern für die Zeitung schreiben würden. Da dachte ich mir, probieren kann ja nicht schaden?
 
Wie sind Sie in den Journalismus eingestiegen?
Siehe oben. Ich arbeitete ein paar Monate als freie Mitarbeiterin und wurde dann als Redaktorin fest angestellt.
 
Was lieben Sie am meisten an Ihrem Beruf?
Die Vielseitigkeit. In einer Lokalredaktion muss man sich mit allen möglichen Themen beschäftigen, von denen man sonst nie etwas mitbekommen würde.
 
Welches ist die grösste Herausforderung im Journalismus?
Komplexe Sachverhalte mit möglichst einfachen Worten zu erklären, so dass wirklich jeder sie versteht.
 
Mit welchen Strategien behalten Sie in Ihrem hektischen Alltag den Überblick?
Mit unzähligen Post-it-Zetteln und mit meiner elektronischen Agenda, die mich an Termine etc, erinnern.
 
Wie kommen Sie zu guten Geschichten?
Indem ich immer und überall die Augen und die Ohren offen halte, Zeitungen und Zeitschriften lese, ? und indem ich mit allen möglichen Leuten rede, die mir halt über den Weg laufen.
 
Über welches Thema würden Sie nie schreiben?
Über Eishockey oder Fussball.
 
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren beruflich?
Darüber mache ich mir in neuneinhalb Jahren Gedanken.
 
Was empfehlen Sie Interessierten, die in den Journalismus einsteigen wollen?
Sich bei einer kleinen Lokalzeitung melden, und kopfvoran ist Abenteuer!
 
Welche Talente sollte der journalistische Nachwuchs mitbringen?
Neugierde, gutes Gefühl für die Sprache, keine Hemmungen, ?dumme? Fragen zu stellen.
 
Was empfehlen Sie KMU, die sich Medienpräsenz wünschen?
Sich zu melden, wenn es etwas ?Neues? über sie zu berichten gibt, oder wenn sie ein Jubiläum feiern etc.
 
Das peinlichste Fettnäpfchen für KMU, die mit Medienschaffenden Kontakt aufnehmen?
Einen 20-seitigen Text zu schicken, möglichst auf Papier und begleitet von grottenschlechten Fotos vom vor-vorletzten Betriebsausflug, und zu verlangen, dass das Ganze ungekürzt in der Ausgabe vom? zu erscheinen hat.