Den Edge-Rank von Facebook mit bezahlten Posts umgehen - eine gute Idee?
Vor kurzem las ich den ersten Blogbeitrag über Facebooks Pay-per-post-Politik. Der Blogautor hat auf seiner FB-Seite 90000 Fans (womit auch klar ist, dass es sich um einen englischsprachigen Blog handelt) und müsste mehr als 500 Dollar zahlen, damit sein (ein einziger, wohlverstanden) Post bei allen Fans angezeigt wird. Mit dem neuen Angebot von Facebook wird es Seitenbetreibern möglich, den Edge-Rank, der die Erscheinung der Veröffentlichungen in der Timeline der Fans bestimmt, zu umgehen. Das heisst: Auch Fanpages, die nicht genug Interaktion oder Dialog auslösen, um einen guten Edge-Rank zu haben, können ihre Fans mit Veröffentlichungen erreichen. Facebook-Kenner Thomas Hutter setzt die bezahlten Posts nach eigenen Angaben versuchsweise seit Freitag, 1.6.2012, ein und spricht von guten Ergebnissen. Ich persönlich finde zwar aus Sicht der Firmen dieses neue Angebot spannend, bezweifle jedoch, dass es auf lange Sicht eine lohnende Sache ist. Denn Fanpages, die guten Inhalt veröffentlichen, werden wohl bereits gut platziert sein. Und wenn Facebook-Nutzer zukünftig vor allem gesponserte Meldungen in ihrer Timeline sehen und für die Posts ihrer Freunde und Bekannten erst scrollen müssen, könnte das für Facebook ein Eigentor sein. Das Kapital der grossen, blauen Plattform sind die Nutzer. Und nur wenn diese sich auch zukünftig wohl fühlen, bleiben sie Facebook treu. Mehr dazu auch in einem aktuellen Beitrag von pressetext mit Berater Ed Wohlfahrt.
Zum Blogbeitrag über Pay-per-post
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