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Leserjournalisten sind nicht die besseren Journalisten

Wenn Medienhäuser immer mehr Redaktionsstellen streichen, ganze Produkte von heute auf morgen begraben werden, die Chefsessel in den Redaktionen nicht mehr durch Journalisten, sondern durch Verleger und Manager besetzt sind; dann kann es einem schon bang werden um die Informationsvielfalt.
 
"Bürgerjournalismus" wird seit längerem als Heilmittel gegen den Informationsmisstand gehandelt. Die hehren Ansprüche: Leserreporter sollen Filz und Unrecht aufdecken, wenn schon die Journalisten keine Zeit mehr dafür haben. Doch die Realität sieht anders aus, weder Leserreporter noch Reporterleser der amerikanischen Bürgerjournalismus-Websites interessieren sich für wichtige Themen. Die "NZZ" über eine inhaltsanalytische Studie.