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Facebook, die Potenzialbombe

Facebook kurbelt die Geschäfte an. Nicht nur die des weltweiten Netzwerkes selbst, sondern gerade auch von Unternehmen auf der ganzen Welt. Das "Gesichtsbuch", wie Facebook auf Deutsch übersetzt heisst, ist momentan die geschäftliche Potenzialbombe. Und einer der meistbeschriebenen Social Media-Plattformen im deutschsprachigen Raum. Eine Einführung...

Facebook ist in der geschäftlichen Nutzung der eigentliche Newcomer und die Plattform, der momentan das grösste Potenzial zugeschrieben wird. Facebooks Erfolg beruht auf der Echtheit und der Offenheit seiner Nutzer. Hier profiliert sich nur, wer sich ein klares und authentisches Profil erarbeitet und es aktiv hält. Dank vielen Apps ein Kinderspiel, lassen sich Inhalte einfach importieren oder mit wenigen Klicks von fremden Sites einsenden, was Facebook immer mehr zu einem wichtigen Social News-Dienst macht.

Geschäftliche Nutzung von Facebook:

In Facebook können sich Unternehmen ganz einfach eigene Seiten erstellen, diese mit Inhalten füllen und auch Feeds importieren. Gruppen sind eher für markenspezifische Aktionen geeignet. Von beiden kann man Fan werden und bei beiden lassen sich die kommunikativen Freiheiten der Fans dosieren. Speziell erwähnenswert sind bei Facebook die Werbemöglichkeiten, die sich extrem fein auf die gewünschten Zielgruppen einstellen lassen.

Link Facebooksites: www.facebook.com/pages

 

Aufbau einer Facebook-Community

 
Für Communities registriert man sich nur, wenn die Mitgliedschaft klare Vorteile bringt. Beispielsweise
  • Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten
  • Finanzielle Vergünstigungen
  • Schnellere oder bessere Informationen
  • Wertvolle Kontakte
  • Berufliche Vorteile wie Aufträge oder Jobangebote
  • Einfachere Abläufe durch hilfreiche Anwendungen
 
Dasselbe gilt für Unternehmensseiten auf Facebook. Wobei Studien belegen, dass man sich schneller als Fan einer Facebook-Seite registriert denn als Mitglied einer Unternehmenscommunity auf der Firmenwebsite. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass zum Fanwerden nur ein einziger Klick nötig ist. Auch ist es hilfreich, dass man sich im Gegensatz zu einer kompletten Registrierung nicht damit befassen muss, welche persönlichen Daten man angeben soll.

Brandaktuell: Seit dem 21.4.2010 kann man nicht nur Fan einer Seite werden, sondern auch bekennen, dass man die Seite mag. Dies wurde von Facebook eingeführt, weil gemäss Erhebungen die Bereitschaft dazu nochmals um ein Vielfaches höher ist als die Bereitschaft, ein Fan zu werden.

So oder so ist natürlich eine Fanpage umso reizvoller, je mehr Vorteile sie ihren Fans bringt.

Mögliche „Belohnungen“ sind

  • Einkaufsgutschein
  • Einkaufsrabatte
  • Vereinfachte Bestell- oder Online-Shop-Möglichkeiten
  • Auf gleichem Portal mehrere Anbieter, Aktionen oder Shoppingtouren kombinierbar
  • Zugang zu Zusatzinformationen über die Produkte und Dienstleistungen hinaus
  • Zum Thema passende Sachinfos, Tipps oder Ratgeber
  • Beziehungsaufbau mit anderen Kunden wie ein Verabredungstool
  • Exklusive Führungen hinter die Kulisse offline
  • Eine Singlebörse
  • Eine Occasionsbörse
  • ...
 

Umfrage als Startaktion

Prinzipiell sind der Fantasie also kaum Grenzen gesetzt. Eine gute Möglichkeit, die richtigen Strategien für die entsprechende Zielgruppe zu finden, ist eine Umfrage. Eine Liste wie oben als Online-Umfrage ins Netz stellen, Zielgruppe einladen und ein Feld mit freiem Text einfügen. Das bringt nicht nur ein gutes Bild, was wirklich zu ausreichend Registrationen führen wird, sondern generiert garantiert noch die eine oder andere gute Idee, auf die man selber nicht gekommen wäre. Weiterer Vorteil: Die Umfrageteilnehmenden sind automatisch eher bereit, sich danach auch auf dem Portal zu registrieren, die ersten Hemmschwellen werden so erfolgreich abgebaut.

Ein zentraler Punkt der Community-Bildungist, dass man die Mitglieder als das ansehen soll, was sie sind:

Wissende Menschen, die bereit sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen.

Wer seine Community darauf aufbaut, wird mit ihr erfolgreich sein. Ein Community-Manager muss also vor allem eines können, sich selber möglichst zurücknehmen. Und trotzdem die Gemeinschaft und den Dialog am Leben halten. Für beides gibt es noch einen Tipp: Die richtigen Community-Mitglieder.

 

Das ideale Community-Mitglied…

  • Ist in seiner Interessensgruppe stark vernetzt
  • Ist bereits ein guter Netzwerker on- und offline
  • Ist willens, an der Community mitzubauen
  • Ist bei anderen angesehen, also im Idealfall ein Meinungsbildner

Solche Mitglieder gilt es möglichst schnell zu finden und ins Boot zu holen. Mit einem Dutzend derartiger Mitglieder kommen die meisten Communities schnell ins Wachsen.

 

Werben mit Facebook

Auf Facebook und mit Facebook darf in einem bestimmten Mass geworben werden. Man darf jedoch nicht den Eindruck erwecken, dass Facebook die Werbung oder die dahinterstehende Unternehmung unterstützt oder befürwortet.

Mit den Worten der aus dem amerikanischen übersetzten Richtlinien:

Das Verwenden von oder Verweisen auf die Marke Facebook darf nicht implizieren, dass irgendeine Form einer Partnerschaft, einer Zustimmung oder einer Unterstützung besteht. Es sei denn, dies wurde ausdrücklich durch das Facebook-Markenmarketing bestätigt.

So kannst du auf deine Facebook-Seite verweisen:

  • Zugelassen: „Finde uns auf Facebook, um mehr über ... zu erfahren“
  • Zugelassen: „Firma X auf Facebook“
  • Zugelassen: „Besuche die Seite von Firma X auf Facebook“
  • Zugelassen: „Finde uns auf Facebook“

So darfst du NICHT auf deine Facebook-Seite verweisen:

  • Nicht zugelassen: „Schau dir die Facebook-Seite von Firma X an“
  • Nicht zugelassen: „Firma X ist ein Partner von Facebook in einer umfeldorientierten Werbekampagne“
  • Nicht zugelassen: „Facebook und Firma X verpflichten sich dazu, dir bessere Werbeanzeigen anzuzeigen“

Es ist also möglich, beispielsweise im Verkaufsladen an den Kassen Handzettel abzugeben, auf denen steht: „Das XY auf Facebook“ und dann den Link zur Fanpage anbieten. Genauso darf man auch mittels Plakaten und Inseraten werben.

Online-Werbung

Natürlich dürfen so lautende Werbungen auch online geschaltet werden. Auf die Website des Unternehmens, in Newslettern und auf regionalen Portalen.

 

Werbekampagnen auf Facebook

Dazu können auf Facebook extrem fein abgestimmte und geniale Kampagnen geschaltet werden. Die Werbeanzeigen finden Sie auf Facebook im selben Navigationspunkt wie die Unternehmensseiten. Der Direktlink lautet http://www.facebook.com/ads/manage/campaigns.php (Achtung: Aufforderung zum Login folgt).

Hier können Sie eine Zielgruppe anhand der von Ihnen gewünschten Kriterien und mit Hilfe der Anzeigenfilter zusammenstellen. Sie können nach Alter, Interessen, Vorlieben, Beruf und vielem mehr filtern. Für die Anzeige selbst texten Sie Titel und Werbetext und wählen ein dazu passendes Bild. Danach legen Sie fest, wie der Anzeigenpreis gestaltet werden soll und bestimmen das Budget. Zahlen und somit die Anzeige frei schalten können Sie nur per Kreditkarte.

Und so sehen Facebook-Anzeigen aus:

 

Quiz und Gutscheine auf Facebook

Eine noch bessere Möglichkeit sind selbst erstellte Quiz und Gutscheine für Facebooknutzer. Sie könnten beispielsweise einen Quiz „Welcher Shoppingtyp bin ich?“ erstellen, der sich dann von Nutzer zu Nutzer weiterverbreitet. Oder Sie schenken jedem neuen Fan einen Einkaufsgutschein im Wert von ein paar Franken. Solche Kampagnen und Quizs kann man auf http://wildfireapp.com/ erstellen, auch hier wird mit Kreditkarte gezahlt.

 

Kostenlose Widgets

Im Widget-Bereich kann man sich kostenlose Fanfelder und Banner erstellen, die auf anderen Websites platziert werden können. So können Websitebesucher direkt von Sites aus ein Fan werden, ohne erst auf Facebook zu wechseln.

Eine eigene URL für die Fanseite

Ab 25 Fans kann man für seine Fanseite eine eigene URL beantragen. Die Infos dazu gibt es hier: http://www.facebook.com/home.php?src=fftb#!/note.php?note_id=383008189821

Beispiel: Für meine Site Präsenz und Effizienz in Printmedien (PEP) habe ich pep2.0 festgelegt, so dass sie jetzt über facebook.com/pep2.0 erreichbar ist.

 

Hilfreiche Facebook-Apps

Im geschäftlichen Bereich gibt es zahlreiche Apps, die die Funktionen einer Fanpage sinnvoll erweitern. Beispielsweise das Simplarix BlogCast, mit welchem man automatisch Inhalte via RSS in den Aktivitäten-Stream importieren kann. Oder My Linkedin, mit dem sich die Linkedin-Profile ins persönliche Facebookprofil integrieren lässt.

Dazu gibt es Doodle für Facebook, Twitter für Facebook und andere Social Media-Verknüpfungen. Fast täglich kommen neue Apps dazu, die Übersichtsseite ist via diesen Link direkt abrufbar: http://www.facebook.com/apps/directory.php

 

Auf dem Laufenden bleiben

Facebook selbst gibt ein Produktehandbuch heraus, in dem auch die neuesten Möglichkeiten aufgeführt sind. Der Direktlink zum Handbuch: http://www.facebook.com/advertising/FacebookPagesProductGuide.pdf

Eine sehr gute Übersicht über alle Möglichkeiten, Facebook-Fanseiten für das Marketing zu nutzen und Fans zu gewinnen, gibt das PDF Facebook-Marketing-Leitfaden: http://www.xihit.net/leitfaden/pdf/

Und ein aktuelles Dossier von "Chip Online" bietet die Facebook-Vorteile im Überblick.

 

Konzeptanalyse

Falls Sie ein Facebook-Konzept für Ihre Firma erstellt haben und nicht sicher sind, ob es komplett und wasserdicht ist, können Sie es beim Konzept-Analysedienst unkompliziert und schnell überprüfen lassen. Hier gehts zum Dienst: Konzeptanalysen Social Media